Wie lange noch wollen wir Kakaobauern durch den Kakao ziehen?
Die bittere Wahrheit über die Kakaobranche


● Über 60 % des weltweit produzierten Kakaos kommt aus den beiden westafrikanischen Ländern Elfenbeinküste und Ghana.

● Der Weltmarktpreis für den Rohstoff Kakao ist seit Ende 2016 um 30% gefallen,
während die Gewinnspanne der Konzerne weitegewachsen ist.
→ Der Anteil vom Verkaufspreis einer Tafel Schokolade für den Kakaobauer ist von 16% auf knapp 7% gesunken.
→ Die Arbeitsbedingungen auf den Plantagen haben sich erheblich verschlechtert.
→ Das Geld fehlt, um die alten und immer weniger produzierenden Kakaobäume zu verjüngern.
→ Eine Mangel an Kakao auf dem Weltmarkt wird befürchtet.


● Zwei Millionen Kinder arbeiten auf den Kakaoplantagen in Westafrika. Viele Kakaobäuerinnen und -bauern sind so arm, dass sie sich keine bezahlten ErntehelferInnen leisten können.

● Rund 10.000 Kinder sind von Kinderhandel und -sklaverei betroffen. Sie werden aus den Nachbarländern Mali und Burkina Faso in die Elfenbeinküste verschleppt und dort zur Arbeit auf Kakaoplantagen gezwungen.

● In der Elfenbeinküste wurde der ursprüngliche Regenwald mit einer Fläche so groß wie die Niederlande abgeholzt, um die Menge von Kakao zu erzeugen, die in der Europäischen Union konsumiert wird. Der große Einsatz von Pestiziden und die exzessive Monokultur zerstören die Umwelt.

● Rund 10 Kg Schoko-Leckereien isst jede/r Deutsche im Durchschnitt pro Jahr.
→ Der Preis der Schokolade hat sich in den letzten Jahren für den Verbraucher kaum verändert.